Lange, schmale Wohnungen: Das Schlafzimmer am anderen Ende verbinden
In einer schmalen Wohnung bricht das WLAN nach zwei Türöffnungen ein, nicht erst an der letzten Wand. Die Korridor-Geometrie hinter dem Einbruch und die Steckdose in der Korridormitte, die eine langgezogene Wohnung rettet.
Die praktische Antwort auf WLAN in einer schmalen Wohnung beginnt mit dem Weg zwischen dem Router und dem Raum, der zuverlässig funktionieren muss.
Der Router steht am straßenseitigen Ende im Wohnzimmer. Das hintere Schlafzimmer liegt 15 Meter entfernt; dazwischen befinden sich zwei offene Türöffnungen und keine einzige massive Mauer auf der direkten Strecke. Auf dem Papier sollte das funktionieren. In der Praxis hat das hintere Zimmer nur einen Balken und Videotelefonate brechen ab, während die Küche in der Mitte der Wohnung perfekt versorgt ist.
Lange, schmale Wohnungen versagen anders als quadratische Wohnungen, und es liegt nur wenig an den 15 Metern. Entscheidend sind die Türöffnungen — genauer gesagt die zweite.

Alles liegt auf einer einzigen Achse#
Eine lange, schmale Wohnung — eine sogenannte Railroad-Wohnung, ein Shotgun-Apartment oder eine durchgehende Wohnung in einem Altbau — ist typischerweise 3,5 bis 5,5 Meter breit und 14 bis 20 Meter tief, mit einem Seitenverhältnis von etwa 3:1 oder noch stärker. Nehmen wir 74 Quadratmeter auf zwei Arten. Als Quadrat mit 8,5 mal 8,5 Metern beträgt der längste Weg innen ungefähr 12 Meter, und jedes Zimmer grenzt an eine gemeinsame Mitte. Bei 4,5 mal 17 Metern ist der längste Weg fast 17 Meter lang, und die Zimmer liegen wie Waggons hintereinander.
Dadurch entstehen zwei Probleme gleichzeitig. Es gibt keine zentrale Position: In der Mitte des Grundrisses steht das Bett einer Person, während das Koaxialkabel am Fenster zur Straße ankommt; der Router sitzt deshalb am Ende der längsten Gebäudeseite. Und die Abdeckung ist eine Kette, keine Scheibe: Das hintere Schlafzimmer liegt vier oder fünf Hindernisse tief, alle hintereinander.
Der allgemeine Fall bei Wohnungen — Funküberlastung, ein einzelner Betonkern und die Lösung über den Flur — wird in WLAN-Extender-Platzierung in einer Wohnung behandelt. Hier geht es um den Teil, der speziell für einen langen, schmalen Grundriss gilt.
Warum der Einbruch nach der zweiten Türöffnung kommt#
Eine Türöffnung im Inneren ist keine Lücke im Signalweg. In einer schmalen Wohnung ist sie der Signalweg.
Bei 5 GHz beträgt die Wellenlänge etwa 6 Zentimeter, daher ist eine 81 Zentimeter breite Türöffnung mehr als ein Dutzend Wellenlängen breit. Die Energie bleibt hindurch relativ gut gebündelt: Wer auf der geraden Linie durch die Öffnung steht, verliert fast nichts. Geht man seitlich hinter die angrenzende Wand, ist man auf Beugung um den Türrahmen und schwache Reflexionen von der gegenüberliegenden Wand angewiesen.
Als Faustregeln für 5 GHz gelten:
- Gerade durch eine offene Innentür auf der Achse: 0 bis 3 dB.
- Durch dieselbe Türöffnung, 2 bis 2,5 Meter neben der Achse: 8 bis 15 dB.
- Eine zweite, gegenüber der ersten versetzte Türöffnung, sodass keine gerade Linie bleibt: weitere 10 bis 20 dB.
- Durch die Ständerwand neben der Türöffnung: 5 bis 8 dB pro Wand.
- Eine geschlossene Vollspantür auf dem Weg: 4 bis 6 dB; eine Wabentür: 2 bis 4 dB.
Die Regel für die Korridormitte#
Setzen Sie den Extender auf die lange Achse, an die letzte Steckdose, von der aus noch eine ununterbrochene gerade Linie zum Router besteht, und prüfen Sie dort, ob der Router etwa -60 bis -67 dBm anzeigt.
Dieses Fenster bestimmt die Extender-Platzierung allgemein; die Begründung steht im Artikel über das Signal-Fenster, das ein Extender hinter dem Router braucht. Der Unterschied liegt hier darin, wo dieses Fenster landet. Der Verlust tritt an dieser Stelle schlagartig auf und nicht als langsames Ausblenden. Die Antwort ist daher nicht wirklich ein Bruchteil der Entfernung, sondern der Raum direkt vor dem Knick — typischerweise 40 bis 55 Prozent der Korridorlänge.
Schieben Sie das Gerät nicht hinter den Knick. Auf der anderen Seite muss seine eigene Verbindung zum Router den Aperturbruch überqueren, den Sie gerade lösen wollten. Es zeigt dann zwei oder drei Balken, sendet diese grenzwertige Verbindung mit voller Leistung weiter, und Ihr Telefon bleibt noch bis zur Wohnungsmitte daran hängen. Der Extender steht nicht dort, um nahe am Schlafzimmer zu sein — er soll den Durchgang erneut ausleuchten, damit die letzte Türöffnung wieder wie die erste wirkt. Ziehen Sie ihn aber auch nicht zu weit zurück: Neben dem Router endet seine Vorwärtsblase am selben Knick wie die des Routers.
Wann ein Extender eine schmale Wohnung nicht repariert#
- Zwei Knicke oder ein L-förmiger hinterer Bereich. Wenn der Grundriss zweimal abknickt, sieht keine einzelne Position gleichzeitig den Router und das hintere Schlafzimmer. Ein Signal biegt nicht kostenlos um zwei Ecken — siehe L-förmige Grundrisse und das Zimmer um die Ecke.
- Eine tragende Mauer oder eine übereinanderliegende Nasswand quer zur Achse. Wenn der Block in der Mitte aus Beton oder einem gefliesten Versorgungsschacht voller Leitungen besteht und nicht aus Ständerwänden, gibt es keine Öffnung, um die man herumführen könnte. Ein Repeater auf der nahen Seite verbreitet dann nur ein starkes Signal, das weiterhin nicht hindurchkommt.
- Eine Kette aus zwei Extendern für 20 Meter Reichweite. Jeder drahtlose Sprung kostet Durchsatz, daher ist eine Kette die teuerste Art, Entfernung zu kaufen. Der Artikel über das Hintereinanderschalten zweier Extender behandelt den schmalen Sonderfall, in dem zwei Geräte auf getrennten Seiten sinnvoll sein können.
- Volle Balken, aber trotzdem langsames Internet. Wenn die Geschwindigkeit abends einbricht, während die Signalstärke kaum schwankt, handelt es sich um Überlastung und nicht um ein Abdeckungsproblem. Ein Repeater macht es dann noch schlimmer.
Zur Einordnung der Zahlen: Die Außenraum-Referenz von 800 Fuß ist für Wohnungen großzügig; hier entscheiden Wände und Türöffnungen.
Häufig gestellte Fragen#
Warum ist das WLAN im hinteren Schlafzimmer meiner langen Wohnung so schlecht?
Weil das hintere Schlafzimmer hinter zwei oder mehr nicht fluchtenden Türöffnungen liegt, nicht weil es 15 Meter entfernt ist. Ein Signal geht fast verlustfrei durch eine ausgerichtete offene Türöffnung. Eine versetzte zweite Öffnung zwingt es jedoch durch Wände oder um Ecken und kostet typischerweise weitere 10 bis 20 dB. Dieser Sprung trennt gewöhnlich einen brauchbaren Raum von einer Funklochzone.
Wo sollte ich einen Extender in einer langen, schmalen Wohnung aufstellen?
Auf der langen Achse an der letzten Steckdose, von der aus noch eine ununterbrochene gerade Linie zum Router besteht — normalerweise 40 bis 55 Prozent tief in der Wohnung, im Raum direkt vor einem Bad- oder Schrankblock, der den Weg zur Seite zwingt. Prüfen Sie, dass die eigene Anzeige des Extenders dort eine starke Verbindung meldet; das entspricht ungefähr -60 bis -67 dBm vom Router.
Beeinflussen geschlossene Innentüren das WLAN wirklich?
Ja, und in einer schmalen Wohnung zählt das stärker als in einer quadratischen, weil die Türöffnungen der wichtigste Signalweg und keine Abkürzung sind. Eine geschlossene Vollspantür kostet typischerweise 4 bis 6 dB, eine Wabentür 2 bis 4 dB. Das reicht aus, um ein ohnehin knapp versorgtes hinteres Schlafzimmer von brauchbar auf unbenutzbar zu drücken.
Würde es helfen, den Router in einer langen Wohnung zu versetzen, statt einen Extender zu kaufen?
Oft ja. Wenn Sie den Router 3 bis 4,5 Meter auf der Achse zur Mitte verschieben, halbiert sich der ungünstigste Weg fast. Das ist mehr wert als bei den meisten Extendern und kostet nichts. Einschränkungen sind die verfügbare Länge des Koaxial- oder Glasfaserkabels und die Lage der Steckdosen — probieren Sie es also vor dem Hardwarekauf.